
Das Zopfmuster ist ein Klassiker der Strickkunst und sieht viel komplizierter aus als es ist. Das Prinzip: Maschen werden auf eine Hilfsnadel gelegt und die Reihenfolge getauscht — so entstehen die typischen „geflochtenen" Zöpfe. Hier lernst du drei Varianten.
Material
- Garn — glatte Garne zeigen das Muster am besten
- Stricknadeln passend zur Garnstärke
- Zopfnadel (Hilfsnadel) — kurze, gebogene Nadel zum Parken der Maschen
Variante 1: Einfacher Zopf (6 Maschen)
Grundlage ist ein Panel von 6 rechten Maschen auf einem linken Hintergrund.
Reihen 1, 3, 5 (Hinreihe): 6 Maschen rechts
Reihen 2, 4, 6 (Rückreihe): 6 Maschen links
Reihe 7 (Verzopfung): 3 Maschen auf Hilfsnadel VOR die Arbeit legen, 3 Maschen rechts stricken, dann die 3 Maschen von der Hilfsnadel rechts stricken.
Reihen 1-7 wiederholen. Der Zopf erscheint alle 8 Reihen.
Variante 2: Doppelzopf (12 Maschen)
Zwei gegenläufige Zöpfe nebeneinander — der Klassiker für Pullover und Stulpen.
Arbeite wie beim einfachen Zopf, aber:
- Linker Zopf: Hilfsnadel VOR die Arbeit
- Rechter Zopf: Hilfsnadel HINTER die Arbeit
So entsteht ein V-förmiges, symmetrisches Muster.
Variante 3: Flechtzopf (9 Maschen)
Drei „Stränge" die sich wie ein echter Zopf verflechten. Abwechselnd wird der linke Strang über den mittleren und der rechte über den mittleren gekreuzt.
Zopfmuster ohne Hilfsnadel
Fortgeschrittener Trick: Die zu kreuzenden Maschen direkt von der linken Nadel nehmen, kurz festhalten, und in der neuen Reihenfolge wieder aufnehmen. Das geht schneller, erfordert aber Übung und festes Garn.
Tipps
- Maschenprobe: Zopfmuster zieht das Gestrick zusammen — plane 15-20% mehr Maschen ein. Maschenrechner nutzen
- Garnwahl: Helle, glatte Garne zeigen Zöpfe am besten. Mit Pastelltönen wirken sie besonders elegant
- Projekte: Ideal für Strickjacken, Mützen und Stirnbänder