
Amigurumi — die japanische Kunst, kleine gehäkelte Figuren und Kuscheltiere zu erschaffen — ist eines der beliebtesten Häkelprojekte weltweit. Die Grundtechnik ist einfacher als du denkst: Du brauchst nur feste Maschen in Spiralrunden!
Was sind Amigurumi?
Der Begriff kommt aus dem Japanischen: „ami" (gestrickt/gehäkelt) + „nuigurumi" (Kuscheltier). Typisch sind runde Formen aus festen Maschen, die mit Füllwatte ausgestopft werden. Von kleinen Tieren über Obst bis hin zu Fantasy-Figuren — alles ist möglich.
Material
- Baumwollgarn — glatte Baumwolle eignet sich am besten (kein flauschiges Garn!)
- Häkelnadel — 1-2 Nummern kleiner als auf der Banderole (für dichtes, festes Gewebe)
- Sicherheitsaugen (verschiedene Größen)
- Füllwatte (waschbar)
- Maschenmarkierer — unverzichtbar bei Spiralrunden!
Grundtechnik: Der Fadenring (Magic Ring)
Fast jedes Amigurumi beginnt mit einem Fadenring:
- Faden zweimal um den Finger wickeln
- Durch den Ring 6 feste Maschen häkeln
- Am Fadenanfang ziehen, um den Ring zu schließen
In den folgenden Runden wird gleichmäßig zugenommen (pro Runde 6 Maschen mehr), um eine Kugel zu formen.
Einfaches Amigurumi: Kleiner Bär
Kopf & Körper (von unten nach oben)
R1: 6 fM in Fadenring (6)
R2: Jede Masche verdoppeln (12)
R3: *1 fM, 1 Zunahme* (18)
R4: *2 fM, 1 Zunahme* (24)
R5-9: 24 fM ohne Zunahme (Körper)
R10: *2 fM, 1 Abnahme* (18)
R11: *1 fM, 1 Abnahme* (12) — Füllung rein!
R12: 6 Abnahmen (6) — Faden durchziehen, vernähen
Für Arme, Beine und Ohren kleinere Kugeln und Schläuche häkeln und annähen.
Tipps für schöne Amigurumi
- Dicht häkeln: Füllung darf nicht durchscheinen — kleinere Nadel = dichteres Gewebe
- Maschenmarkierer: In Spiralrunden verliert man schnell den Überblick — IMMER markieren
- Augen positionieren: Sicherheitsaugen VOR dem Stopfen befestigen — danach kommst du nicht mehr rein
- Farbverlauf: Mit Pastellgarn entstehen sanfte Farbübergänge am Körper
Häkeln lernen: Kompletter Anfänger-Guide | Tasche häkeln