Tunesisch Häkeln: Einführung in die Technik für Anfänger

Tunesisch Häkeln: Einführung in die Technik für Anfänger

Tunesisches Häkeln ist eine faszinierende Mischung aus Stricken und Häkeln: Mit einer langen Häkelnadel werden Maschen aufgenommen wie beim Stricken und dann zurückgehäkelt. Das Ergebnis ist ein dichtes, stabiles Gewebe mit einzigartigem Look.

Was ist tunesisches Häkeln?

Im Unterschied zum normalen Häkeln wird jede Reihe in zwei Schritten gearbeitet:

  1. Hinreihe: Maschen aufnehmen — alle Schlaufen bleiben auf der Nadel (wie beim Stricken)
  2. Rückreihe: Maschen abketten — immer 2 Schlaufen zusammen abmaschen

Material

  • Tunesische Häkelnadel — extra lang (30-40cm) oder mit Seil (wie Rundstricknadel)
  • Garn — glatte Garne zeigen das Muster am besten
  • Tipp: Eine Nadelstärke größer wählen als bei normalem Häkeln, sonst wird das Gewebe zu steif

Der Grundstich (Simple Tunisian Stitch)

Luftmaschenkette: Schlage die gewünschte Maschenzahl an.

Hinreihe: Ab der 2. Luftmasche in jede LM einstechen und den Faden durchholen. Alle Schlaufen auf der Nadel lassen.

Rückreihe: 1 Umschlag, durch 1 Schlaufe ziehen. Dann immer: *Umschlag, durch 2 Schlaufen ziehen* bis nur noch 1 Schlaufe übrig ist.

Wiederholen: Für die nächste Hinreihe stichst du jeweils unter den senkrechten Faden der Vorreihe ein.

Projekte für Einsteiger

  • Spültücher: Perfekt zum Üben — klein, schnell, praktisch
  • Schals: Der dichte Stoff ist warm und formstabil
  • Taschen: Die Festigkeit macht tunesisch gehäkelte Taschen besonders stabil
  • Kissen: Ein tunesisch gehäkeltes Kissen hat eine wunderschöne Textur

Tipps

  • Einrollen: Tunesisches Häkeln rollt sich oft ein — nach dem Fertigstellen spannen und dämpfen
  • Farbverlauf: Mit Farbverlaufsgarn entstehen besonders schöne Effekte, weil sich Hin- und Rückreihe farblich leicht unterscheiden
  • Kombination: Tunesische Techniken lassen sich mit normalem Häkeln kombinieren

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